Großzügige Dachverglasungen aus Stahlelementen lassen das Himmelslicht
herein. Dabei schafft der minimale Steg eine fast ununterbrochene Glasfläche.
Die Aufsparrendämmung ermöglicht zusätzliche optische Raumhöhe,
da der Raum zwischen den Sparren als Luftraum wirkt.
An der Fassade wurde der Drempelbereich mit einer Lärchenholzverlattung
abgeschlossen. Dahinter liegt ein Holzgeländer und die Fenster des ehemaligen
Dachbodens. Durch diese Verlattung ist es möglich, nach unten zu schauen,
ohne dass die einheitliche Fassadenfläche optisch eingeschnitten würde.
Andererseits sitzt man nicht, wie sonst meistens üblich, hinter einer gemauerten
Brüstungswand.
Im Keller befindet sich das „Kleopatrabad“. Anstelle des ehemaligen
Toilettenanbaues wurde ein Baukörper gesetzt, der eine in den Boden eingesetzte
Wanne beinhaltet. Hier kann man zum Bade „hinabschreiten“. Äußerlich
wurde auch hier Metallverblechung des Anbaues gegen historische Putzfassade
gesetzt.
Modernes Bauen wurde in Zusammenhang mit der Bewahrung und der Anlehnung an
die historische Bausubstanz gebracht. Dieser alternative Weg der Rekonstruktion
eines bereits aufgegebenen Gebäudes ist die „andere Art der Sanierung“,
die Hightech mit Historie unter Einbindung moderner künstlerischer Gestaltungsformen
anstatt historisierender Stuckverblendung verbindet.