Solarenergie
Vor allem die solare Brauchwassererwärmung stellt eine wirtschaftliche Möglichkeit der Energiekosteneinsparung dar. Im Sommer schaltet sich der Heizkessel häufig allein wegen der Brauchwassererwärmung ein. Häufiges An- und Ausschalten verringert die Lebensdauer des Brenners. Durch solare Brauchwassererwärmung kann der Kessel über längere Zeiträume ausgeschaltet bleiben. Je Hausbewohner wird ca. 1 m² Kollektorfläche benötigt. Weitere Kollektorfläche zur wirksamen Unterstützung der Heizung wäre ausschließlich im Passivhaus sinnvoll, aufgrund des erhöhten Aufwandes für die Steuerungstechnik.
Solaranlage zur Heizungsunterstützung (Berlin-Rosenthal)
Kontrollierte Lüftung
Mit einer Wärmepumpe ermöglicht die Anlage zur kontrollierten Lüftung die Einsparung von bis zu 20 % des Heizenergiebedarfes. Aufgrund der hohen Dichte der energetisch optimierten Außenwandbauteile - vor allem in Passivhäusern - kommt es zu erhöhtem Tauwasserausfall. Durch den kontrollierten Luftaustausch ist dem Problem wirksam zu begegnen, ohne Energieverluste durch Stoßlüftung (Öffnen der Fenster) in Kauf zu nehmen. Das Absaugen der Luft erfolgt über Küchen und Bäder, also Räume mit erhöhtem Wasserdampfanfall. Die zurückgewonnene Energie wird entweder dem Pufferspeicher zugeführt und steht z. B. der Heiz- oder Brauchwassererwärmung zur Verfügung, oder wird als vorgewärmte Raumluft in die Wohnräume geleitet. Auch wenn keine Wärmerückgewinnung nachgeschaltet wird, können ca. 4 % der Heizkosten durch kontrollierte Lüftung eingespart werden. In jedem Fall kann dadurch dem Auftreten von Schimmel in Wohnräumen vorgebeugt werden.
Wärmepumpe
Wärmepumpen gewinnen Energie durch Abkühlen von Erdschichten unter dem Gebäude oder einer tiefen Erdschicht bei einer Tiefenbohrung. Auch hierbei wird zusätzliche Energie zur Unterstützung konventioneller Energieträger gewonnen. Höchstens 80 % der Heizungsauslegung kann wirtschaftlich gewonnen werden.
Holzvergasertechnik/Pelletkessel
Sie stellen eine ökologische Alternative zu konventionellen Energieträgern im Einfamilienhausbau dar. Der Brennstoff ist preisgünstiger als Öl- und Gasbrennstoffe, so dass auf längere Sicht die erhöhten Investitionskosten ausgeglichen werden können. Die Installation von Holzpellet-/Holzvergaserheizung wird durch Zuschuss gefördert.
Regenwassernutzung
Regenwasser ist als weiches vorgeklärtes Wasser für Garten- und Brauchwasser und Betrieb der Waschmaschine geeignet. In einem Tank wird das Wasser für max. 2 Wochen gespeichert. Ein Schwimmer misst den Füllstand, so dass im Falle der Unterversorgung Trinkwasser zugesetzt wird. Alte Fäkaliengruben können durch Reinigung und Abdichtung in einen Tank umgewandelt werden. Für die Anbindung der Sanitärelemente an Regenwasser muss ein gesondertes Leitungssystem installiert werden.Die Abrechnung erfolgt über gesonderten Wasserzähler nach Abrechnung mit den Abwasserzweckverbänden.